Zum 1. Januar 2009 führte die Slowakei die Gemeinschaftswährung Euro (EUR) ein und wurde damit das 16. Land der Euro-Zone. Der Euro und die ursprüngliche slowakische Währung - die slowakische Krone (SKK) waren nur für eine kurze Zeit - bis zum 16. Januar 2009 - paralell zueinander im Umlauf.
Die 1-€- und 2-€-Münzen zeigen ein Doppelkreuz auf drei kleinen Bergen
Zum 1. Januar 2009 wurde der Euro in der Slowakei als Buchgeld und gleichzeitig auch als Bargeld nach dem "Big-Bang"-Szenario, d.h. ohne Übergangszeit eingeführt. So wurde der Euro das gesetzliche Zahlungsmittel in der Slowakei. Die slowakische Krone wurde zur Teileinheit des Euro im Wechselkurs, der im Juli 2008 von dem Europäischen Rat festgelegt wurde: 1 EUR = 30,126 SKK.
Der Parallelumlauf, in dem es möglich war, sowohl mit Euro als auch mit slowakischen Kronen zu zahlen, wurde nur für eine kurze Zeit bis zum 16. Januar 2009 geplant.
Vom 17. Januar 2009 bis zum 30. Juni 2009 konnten slowakische Münzen und Banknoten in kommerziellen Banken in der Slowakei gegen Euro umgetauscht werden. Vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2009 werden in den Banken nur noch slowakische Banknoten umgetauscht. Ab 2010 wird nur noch die Slowakische Nationalbank, die zentrale Bankanstalt in der Slowakei, slowakische Banknoten gegen Euro umtauschen. Die Webseite der Slowakischen Nationalbank liefert ausführliche Informationen zur Einführung des Euro in der Slowakei sowie zu Euromünzen und Eurobanknoten.
Die doppelte Preisauszeichnung ist Pflicht bis zum 31. Dezember 2009, wird jedoch bis Juni 2010 empfohlen.
Es gibt 7 Eurobanknoten und 8 Euromünzen. Die slowakischen Euromünzen zeigen auf der Rückseite Symbole der Slowakei: auf den 1- und 2-Euromünzen das Doppelkreuz auf einem Dreiberg (Autor Ivan Řehák), das zu den Staatssymbolen der Slowakei gehört. Auf der Rückseite der 10-, 20- und 50-Cent-Münzen ist die Burg Bratislava (Autoren Ján Černaj und Pavel Károly), auf der Rückseite der 1-, 2- und 5- Cent-Münzen der Tatraer Gipfel Kriváň (Autor Drahomír Zobek) zu sehen. Mit der Serienprägung der slowakischen Euromünzen in der Gesamtanzahl von 500 Millionen Stück wurde im August 2008 in der Münzstätte Kremnica - dem ältesten ununterbrochen laufenden Betrieb auf der Welt - begonnen. Die Banknoten sind in der ganzen Euro-Zone gleich.
Rückseiten slowakischer Euromünzen
Das Verhältnis von Euro und weiteren bedeutenden Währungen ist dem aktuellen Wechselkurs zu entnehmen. Es wird empfohlen, das Geld sowie auch Reisechecks in Banken umzutauschen.
Banken und Geldautomaten akzeptieren die gebräuchlichen internationalen Zahlungskarten. Diese können in größeren Städten auch im bargeldlosen Zahlungsverkehr in Geschäften, Restaurants und Hotels verwendet werden. Banken sind gewöhnlich von Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr, mancherorts bis 18:00 Uhr geöffnet. In den größten Einkaufszentren stehen Bankdienste am Wochenende und an Feiertagen sogar bis 20:00 Uhr zur Verfügung.
Quelle: Asseco Slovakia, NBS