Koloman Sokol war eine eigenartige Persönlichkeit. Obwohl er als Kleinkind von seiner Mutter am Bahnhof zurückgelassen wurde, kämpfte er sich bis an die Spitze durch. Trotzdem verfiel er nicht dem Geldwahn, blieb bescheiden und suchte seine künstlerische Wahrheit bis zum Ende seines Lebens.
Das Koloman Sokol Zentrum
Dem Künstler Koloman Sokol wurde das älteste profane Bauwerk in der Stadt Liptovský Mikuláš, das aus dem 15. Jahrhundert stammende Pográc Landadelhaus, Sitz der Familie des Adligen Pongrác, geweiht. Im Nordteil des Hofes blieben Reste der Festungsmauer mit Schießscharten erhalten. Der Bau und die Kirche bildeten eine kleine Festung, die angeblich von dem Fluss Váh bespült wurde. Das Gebäude wurde im Stil der Gotik errichtet, nach zahlreichen Umbauten und Anpassungen ist dessen ursprüngliche Gestalt jedoch nur schwer erkennbar.
Im Koloman Sokol Zentrum werden Werke des bedeutenden Grafikers und Malers ausgestellt. Koloman Sokol wurde 1902 in Liptovský Mikuláš geboren und lebte in Prag, Mexiko und in den Vereinigten Staaten. Nach Ende des zweiten Weltkriegs kam er für kurze Zeit in die Tschechoslowakei zurück, doch bereits 1948 fuhr er in die USA, wo er bis zu seinem Lebensende lebte. In seinen Werken behandelte er hauptsächlich soziale Themen.
Im Ausstellungssaal des Koloman Sokol Zentrums werden Wechselausstellungen (6 bis 8 Ausstellungen pro Jahr) in Themenbereichen Kommunikation ohne Barrieren, Persönlichkeiten slowakischer Grafik, Zu Ehren von Koloman Sokol, Slowakische Persönlichkeiten im Ausland, Neue Namen in slowakischer Kunst veranstaltet.
Das Koloman Sokol Zentrum arbeitet mit dem bürgerlichen Verein Koloman Sokol Gesellschaft zusammen (mit Sitz am gleichen Ort wie das Koloman Sokol Zentrum).
Das Koloman Sokol Zentrum ist Bestandteil der P.M. Bohúň Galerie der Region Liptau und wird von dieser auch verwaltet.
Quelle: Informačné centrum Mesta Liptovský Mikuláš