Die slowakische Natur hat eine große Anziehung für Besucher aus nah und fern. Nicht nur weil mehr als ein Drittel des Landes Wald bildet, aber auch weil man auf relativ kleiner Fläche viele verschiedene Pflanzenarten und Waldbestände finden kann, von denen mehrere auch Weltunikate sind.
Wald ist der große Naturreichtum der Slowakei, er nimmt 36% der Gesamtfläche ein. Waldreicher sind in Europa nur noch Schweden und Österreich.
Infolge der vielfältigen ökologischen Bedingungen ist die Slowakei sehr reich an Flora und Fauna. Es gibt hier ungefähr 2 400 ursprüngliche Arten von Gefäßpflanzen und noch viel mehr Arten von Algen, Pilzen, Moosen und Flechten, was mehr ist als zum Beispiel in dem mehr als sechsmal größeren Polen. Mehrere Arten entwickelten sich und blieben nur in der Slowakei erhalten.
In der Slowakei blieben zusammenhängende Bestände von Laub-Nadel – und Mischwäldern erhalten. In den Niederungen und den niedrigeren Gebirgslagen ist es wärmer und trockener und dort wachsen vorwiegend Eichenwälder. An einigen niedriger gelegenen Orten finden wir vor allem in Städten und Dörfern mehrere geschützte Bestände der kleinblättrigen Linde, die das Symbol aller Slawen ist. Etwas feuchter, regnerischer und kühler ist es höher im Gebirge, in den Buchenwäldern. Diese gibt es in der Slowakei am häufigsten. Unter ihnen wachsen mehrere Pilzarten, die die Slowaken gern sammeln um aus ihnen schmackhafte Gerichte zu bereiten.
Kühle, viel Feuchtigkeit und wenig nahrhafter Boden bekommt mehr den Fichtenwäldern, die in höheren Lagen wie die Buchenwälder wachsen. Häufig sind sie mit Kiefern- und Tannenwäldern vermischt. Die Tanne ist der höchste Baum in den slowakischen Wäldern und erreicht eine Höhe von bis zu 60 m.
In einer Höhe von annähernd 1 500 m über dem Meeresspiegel befindet sich die obere Baumgrenze. Oberhalb der Fichtenwälder wächst auf den wenig ertragreichen Böden nur noch Kiefernkrummholz und es gibt dort Hochgebirgswiesen. Am höchsten in den Bergen nennen sich diese Wiesen [Hole] Almwiesen. Die obersten Lagen der Tatra steigen in das Felsengebiet, wo nur noch die widerstandsfähigsten Gebirgspflanzen wie Moose und Flechten wachsen. Die höchsten Gipfel der slowakischen Berge bilden kahle Felsen.
An den Flüssen wachsen auf ertragreichem Boden Auwälder mit Weiden und Pappeln. Vor allem tiefer gelegene Stellen mit guten Böden sind entwaldet und an Stelle von Eichen- und Auwäldern befinden sich hier heute Felder und Wiesen.
Quelle: Vydavateľstvo Dajama
Datum: 19.09.2011